Berichterstatter ZSJV

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Fyyrä bi dä Tschifeler - 60. Zentralschweizerisches Jodlerfest Sarnen, 26.-28. Juni 2015

Im Zentralschweizerischen Jodlerverband ZSJV ist Joël von Moos ehrenamtlich als Unterverbandsberichterstatter im Amt. Dabei ist er für diverse Medienarbeiten und die journalistische und fotografische Berichterstattung verantwortlich. Ein Höhepunkt des Verbandsjahres stellt dabei jeweils das Zentralschweizerische Jodlerfest mit über 50'000 Besucherinnen und Besuchern dar.

 

 

Nebst seiner Haupttätigkeit arbeitet Joël von Moos aktuell in folgenden Projekten:

- Fachkommission Marketing/Kommunikation des Eidgenössischen Jodlerverbands EJV

- Strategische Kommunikation «Sichtbarkeit 2017» für den Robert Fellmann Jodellieder-Verlag

- Verantwortlicher Öffentlichkeitsarbeit für den Jugendchor jutz.ch

Jodlerfest Schüpfheim 24. - 26. Juni 2016

Ächt. Äntlibuech. - 61. Zentralschweizerisches Jodlerfest Schüpfheim

Als eine Hochburg des aktiven Brauchtums ist das Entlebuch weitum bekannt. Die Eigenart von Land und Leuten, echte Begegnungen, authentisch gelebte Tradition und nicht zuletzt ein wohlklingendes Fest durften rund 50'000 Besucherinnen und Besucher am diesjährigen Zentralschweizerischen Jodlerfest in Schüpfheim erleben. Getreu dem Motto „Ächt Äntlibuech“ präsentierten die vier Trägervereine – Fontanne-Chörli Schüpfheim, Jodlerklub Echo Sörenberg, Jodlerklub Flühli und Jodlerklub Schüpfheim – ein stimmiges Fest voll Gemütlichkeit, Geselligkeit und Kameradschaft.

 

Bei strahlendem Sonnenschein ertönen am Freitagmittag bereits die ersten Alphorn- und Büchelvorträge vom Sportplatz der Kantonsschule und heissen die eintrudelnden Besucherinnen und Besucher willkommen. Auch auf dem Bahnhofplatz, am anderen Ende des Festgeländes mit insgesamt sechs Vortragslokalen und rund 45 Festbeizen und Restaurants, wird man auf das grosse Fest eingestimmt. Die Vorfreude bei den über 3000 Aktiven, den Besucherinnen und Besuchern, aber auch beim Organisationskomitee ist gross. „Schüpfheim befindet sich im Ausnahmezustand“, freut sich OK-Präsident Bruno Stalder bei der offiziellen Eröffnungsfeier im Pfarreiheim, und wünscht „viele schöne Begegnungen beim Eintauchen in die Jodlerwelt“.

 

Regenschirm als ständiger Begleiter

Gut beim Eintauchen in die Jodlerwelt ist, wer sich früh einen Platz ergattert: Am Freitagabend wie auch den ganzen Samstag über sind die Pfarrkirche, die Sporthalle Moosmättili, die Turnhalle im Oberstufenschulhaus sowie der Gemeindesaal Adler bis auf den letzten Platz besetzt. Wer nicht gerade einem Vortrag lauscht oder bei den Fahnenschwingern mitfiebert, ist in einem der gemütlichen Beizen im Jodlerdorf eingekehrt. Auch die vereinzelten kräftigen Regenschauer und Gewitter am Samstagnachmittag lassen die Festbänke nicht leer, obwohl der Regenschirm zum ständigen Begleiter wird. Noch bis tief in die Nacht hinein sind die Strassen im Jodlerdorf belebt, und es wird geschunkelt und gesungen.

 

Kurzweiliger Festakt mit Sämi Studer

Das Festprogramm am Sonntag hält gleich mehrere Höhepunkte bereit. So startet der eigentliche Festakt mit einem Einzug aller Gäste und Mitwirkenden durch das gesamte Festgelände zur Sporthalle Moosmättili. Vertreter aus der Politik und dem Verbandswesen und zahlreiche Gäste wohnen dem kurzweiligen Festakt mit ökumenischer Andacht und ehrenvoller Fahnenübergabe bei, der von Sämi Studer moderiert wird. Für musikalische Untermalung ist mit Alphornklängen, einigen Gesangseinlagen und einer renommierten Blasmusikformation gesorgt. ZSJV-Präsident Richard Huwiler, selbst gebürtiger Entlebucher, dankt dem OK für das gut organisierte und stimmungsvolle Fest. „Unser Brauchtum erfährt momentan eine positive Entwicklung. Ein solches Fest leistet einen sehr wichtigen Beitrag dazu, den ZSJV als Hochburg des Brauchtums zu positionieren und die hohen Qualitätsansprüche zu wahren“, sagt Huwiler.

 

Rund 77 Prozent mit Bestnote

Als Jurypräsident ist Richard Huwiler, ebenso wie seine Kollegen Obmänner und Obfrauen, auch mit den diesjährigen Leistungen in den Vorträgen sehr zufrieden. Gerade in der Sparte Jodeln ist mit rund 77 Prozent die Zahl der Vorträge mit Bestnote deutlich gestiegen. Beim Alphorn- und Büchelblasen sowie beim Fahnenschwingen ist ein kleiner Rückgang an Bestnoten zu verzeichnen.

Auch seitens des Organisationskomitees ist das Fest ein voller Erfolg. „Alles läuft wie geplant, wir sind rundum glücklich“, meint OK-Präsident Bruno Stalder. Mit rund 80 verschiedenen Essensangeboten – dazu noch vorwiegend regionale Produkte – habe es lediglich beim Kartoffelsalat zeitweise Engpässe gegeben, wird mit einem Augenzwinkern verraten. Ein kleiner Wermutstropfen sei das Wetter gewesen. Am meisten Komplimente habe man allerdings für die guten Bedingungen in den Vortragslokalen erhalten.

Mit dem Festumzug unter dem Titel „Ächt Äntlibuech“, der durch das ganze Schüpfheimer Dorf führte, endete so ein echtes, gemütliches und stimmungsvolles Jodlerfest: „Ächt Äntlibuech“ – dem Motto gerecht.

 

Text und Bilder: Joël von Moos


Jodlerfest Sarnen 26. - 28. Juni 2015

Fyyrä bi dä Tschifeler - 60. Zentralschweizerisches Jodlerfest Sarnen

Einfach, gemütlich, echt – das 60. Zentralschweizerische Jodlerfest in Sarnen ist Geschichte. Und hat Geschichte geschrieben. Einfach, gemütlich und echt feierten 65'000 Besucher, rund 3500 Aktive nahmen an den Wettvorträgen teil, davon 114 Jodlerklubs – die höchste Beteiligung an Aktiven, die ein Zentralschweizerisches Jodlerfest je zu verzeichnen hatte.

 

Die Latte für das 60. Zentralschweizerische Jodlerfest war sehr hoch gesetzt, haben doch einige Jodlerinnen und Jodler noch die Stimmung des Eidgenössischen im Jahr 1993 in guter Erinnerung. „Prächtig, einfach nur prächtig“, schwärmt ZSJV-Präsident Richard Huwiler in seiner Festbilanz. „Die Tschifeler sind prädestiniert solche Feste zu organisieren. Entstanden ist eine in sich stimmige Sache, ein prächtiges Fest, welches das Eidgenössische Jodlerfest 1993 sogar noch getoppt hat“, sagt Huwiler.

Auch für OK-Präsident und Regierungsrat des Kantons Obwalden, Franz Enderli, ist das Eidgenössische 1993 eine Marke, wie er bei der Festeröffnung erwähnt: „Dazumals wurde ein Qualitätslevel gesetzt, an dem wir Mass genommen haben. Ich denke, das ist uns gelungen.“ Das lang ersehnte Fest ist hiermit eröffnet.

 

Niveau der Vorträge: Tendenz steigend

Ein prächtig geschmücktes, mit viel Liebe zum Detail festlich hergerichtetes Jodlerdorf erwartet die Besucher. Bereits am Freitagnachmittag herrscht in den Festbeizen reger Betrieb, am Abend sind die Vortragslokale für die Sparte Jodeln mit Pfarrkirche (800 Plätze), Dreifachhalle (800), Kollegikirche (500), Aula Cher (700) und Doppelhalle Dorfschulhaus (600) bis auf den letzten Platz besetzt. Auch am Samstag sind die Vorträge gut besucht, seit 9 Uhr morgens wird juriert. Die beste Aussicht geniessen dabei die Alphorn- und Büchelbläser, die sich auf dem historischen Schauplatz Landenberg über den Dächern von Sarnen eingefunden haben. Auch die Fahnenschwinger haben mit ihrem Lokal in der Vereinshalle Kantonsschule einen Austragungsort gefunden, der mit 250 Besucherplätzen und seiner idealen Lage perfekte Wettbewerbsbedingungen bereithält. Den Bedingungen entsprechend sind auch die Klassierungen der insgesamt 678 Vorträge ausgefallen: „Die Vorträge wurden gerade bei den Chören weiterhin auf einem sehr hohen Niveau geboten“, meint Jurypräsident Richard Huwiler, „Tendenz steigend.“

 

Uraufführung „Fyyrä bi dä Tschifeler“

Ein besonderes Highlight ist das Kinderchorprojekt „Oh myys liäbs Obwaldnerländli“ vom Samstagmittag: 370 Schülerinnen und Schüler der 1. bis 4. Primarklassen singen und juizen unter der Leitung des Jodlerduetts Geschwister Rohrer bekannte einheimische Volksmelodien – ein Riesenerfolg beim Jodlerpublikum. Eine weitere Besonderheit waren die freien Vorträge in der Alten Turnhalle des Dorfschulhauses, wo 13 Formationen die Möglichkeit einer Plattform für spezielle, experimentelle und unkonventionelle Darbietungen nutzten.

Bis tief in die Nacht hinein wurde gefeiert und gesungen, ja sogar beim Festeinzug der Gäste am Sonntagmorgen erfreuten sich noch einige Nachtschwärmer dem Anstimmen von Juizen. Musikalisch umrahmt von diversen Jodel- und Alphornvorträgen und bei bestem Wetter wurde der Festakt mit Fahnenübergabe und ökumenischer Andacht zelebriert. Der Höhepunkt des Festakts, die Uraufführung des Festlieds „Fyyrä bi dä Tschifeler“ von André von Moos, wurde von den drei Trägervereinen Jodlerklub Sarnen, dem Obwaldner Trachtenchörli und dem Jodlerklub Echo vom Glaubenberg gemeinsam dargeboten.

 

„Äs isch eifach grossartig gsi!“

Einen farbenfrohen Abschluss des 60. Zentralschweizerischen Jodlerfests bildeten am Sonntagnachmittag die 47 Nummern des Umzugs „Bruichtum, Gwärb, Gsellschaft einst und jetzt“, rund 30'000 Besucherinnen und Besucher säumten die Strassen des Sarner Dorfes. Bei einem kleinen Schlussakt um 17 Uhr, wo alle Beteiligten verdankt und das Festlied im Gesamtchor erneut aufgeführt wurde, fasste Franz Enderli die vergangenen drei Tage noch einmal in Worte: „Äs isch eifach grossartig gsi!“, meinte der OK-Präsident. Viele einfache, gemütliche und echte, aber auch wohlklingende, feierliche und vor allem bleibende Erinnerungen – das war „Fyyrä bi dä Tschifeler“.

 

Text und Bilder: Joël von Moos


Jodlerfest Reiden 21. - 23. Juni 2013

Härz, freu di! - 59. Zentralschweizerisches Jodlerfest Reiden

 

Im Wiggertal ist der Alltag eingekehrt. In die Jodlerherzen der Zentralschweizer ebenfalls. Doch vom 21. bis 23. Juni erfreuten sich 65'000 Besucherinnen und Besucher am Jodelgesang, an Alphornklängen und am Fahnenschwingen. Das 59. Zentralschweizerische Jodlerfest in Reiden liess die Jodlerherzen höher schlagen – ganz nach dem Motto „Härz, freu di!“. Das Fest hielt den hohen Erwartungen stand.

  

Ein „herzliches Willkommen“, wünscht Gemeindepräsident und OK-Präsident des 59. Zentralschweizerischen Jodlerfests Reiden, Hans Luternauer, den versammelten Gästen. Er steht auf der Treppe vor der Johanniterkommende, oben auf dem Hügel, wo sich die Bereichs- und Geschäftsleitung des Organisationskomitees und der Vorstand des ZSJV eingefunden haben. Auch ZSJV-Präsident Richard Huwiler begrüsst die Gäste, und ist sich schon vor Festbeginn sicher: „Wie man wieder einmal mehr sieht, die Zentralschweiz macht das wirklich gut. Es wird ein wunderbares Fest“. Mit diesen Worten ist der Startschuss für das „Zentralschweizerische“ in Reiden eindeutig abgesegnet.

Auch bei der anschliessenden Eröffnungssitzung mit den Jurymitgliedern fehlt es nicht an vorfreudigen Worten. „Viel Freidä z’Reidä“, scherzt etwa Gesamt-Obmann Jodeln, Emil Wallimann. Von ihm und Kollege Franz-Markus Stadelmann erhalten die Juroren letzte Anweisungen, und der Wettbewerb-Verantwortliche Hans Schöpfer ermahnt zu Fairness und Korrektheit beim Bewerten der Vorträge. Über 2000 Aktive beteiligen sich an den Wettvorträgen beim Jodeln, Fahnenschwingen, sowie beim Alphorn- und Büchelblasen.

 

Auftakt mit Wettvorträgen

Letztere Vorträge sind bereits im Gang. Für die Alphorn- und Büchelbläser wurde mit der Spielwiese eine ideale Kulisse für die Vorträge gefunden. Rund herum, auf Wiesen und Feldern, oder auch im eigenen Vorgarten ertönen Alphornklänge – man spielt sich für den Wettvortrag ein. Am Platz herrscht ein freudiges Treiben. Auch in der Liebherr-Halle haben sich die Fahnenschwinger an die Wettvorträge gemacht.  Unter optimalen Bedingungen, doch ein wenig weit ab vom eigentlichen Festgelände, geht der Wettbewerb von statten. Pünktlich um 18 Uhr ertönt denn auch das „Glöggli“ für die Jodler. In der katholischen Kirche (900 Plätze), der reformierten Kirche (350), und im Sonnensaal (400) laufen die Wettvorträge bis spät in den Abend hinein.

Auch der Nachwuchs fand am Freitagabend eine interessante Plattform. Parallel zu den Wettvorträgen ging der nationale Final des bedeutendsten Schweizer Folklorenachwuchs-Wettbewerbs in der Johanniterhalle (900 Plätze) über die Bühne. Aus allen Teilen der Schweiz reisten Jugendliche an, um ihre musikalischen Darbietungen zu präsentieren. Moderator Sämi Studer führte durch den Anlass; die Beiträge der folklorebegeisterten Jugendlichen und einige Interviews wurden live auf Radio SRF Musikwelle übertragen.

Der leichte Regen am Abend des ersten Tages tat dem Fest keinen Abbruch. Bis tief in die Nacht hinein wurde gefeiert und gesungen.

 

Gänsehaut beim Mitternachtsjutz

Am Samstag ging es bereits frühmorgens geschäftig zu und her. Es ist der Tag der Vorträge. Den durchweg sehr gut besuchten Lokalen wurde mit herzhaften Tönen Leben eingehaucht. Auch nebst den Wettvorträgen war auf den Strassen viel los. So kommen denn auch zwei Jodler mit Sonnenschirm auf den Schultern daher, und gestehen augenzwinkernd: „Den bringen wir nun an seinen Platz zurück. Beim Schauer gestern haben wir den kurzerhand ausgeliehen.“

Fernab vom Trubel, im Pressebüro, zieht am Samstagmittag OK-Präsident Hans Luternauer eine Zwischenbilanz. „Die Lokale und Beizen sind alle ausgesprochen gut besucht. Wir können eine durchweg positive Bilanz ziehen, und hoffen weiterhin auf gutes Wetter“, sagt er vor dem versammelten Organisationskomitee.

Als es langsam eindunkelt über den Zelten und Ständen, und sich die Wettvorträge dem Ende zuneigen, sind die Strassen gerammelt voll. Gemütlich in den Beizli sitzend, stossen die Besucher an und gönnen sich ein Z’nacht. Kulinarisch lässt das Angebot der über 30 Festbeizen und Restaurants keine Herzenswünsche offen. Ob ein Güggeli im Hüehnergade, ein „Härz, freu di!“-Spiessli, Fisch, Raclette klassisch, oder lieber etwas exotischer am Asia-Stand, man lässt es sich herzhaft schmecken.

Gegen Mitternacht ist ein Strom in Richtung Reiden Mitte unterwegs. Wo zieht es denn alle hin? Ein kurzer Blick in den Festführer bestätigt, die Gesangfreudigen machen sich auf zum Mitternachtsspektakel, zum Gesamtchorlied „Beichle-Jutz“. Mehrere hundert Aktive stimmen an und lassen die Akkorde in den verhangenen Nachthimmel tragen. Gänsehaut pur.

 

„Jodeln zur Gesundheitsprävention“

Noch am frühen Sonntagmorgen klingt der Abend nach. Früh unterwegs sind die Ehrengäste, die sich im Pfarreizentrum zu einem Z’morge eingefunden haben. Der Festakt naht. Feierlich ziehen die Ehrengäste und Fahnendelegationen zum Festplatz Reiden Mitte, die Verbandsfahne an der Spitze des Zuges, musikalisch begleitet durch die Brass Band MG Reiden. Pünktlich zur Eröffnung geht ein kleiner Regenschauer nieder, doch kurzerhand spannen die Gäste die Schirme auf, und auch Moderator Sämi Studer lässt sich die Laune nicht verderben. „Ein paar Herzen sind bestimmt schon ein wenig müde“, scherzt er. Charmant und kompetent führt er durch den Festakt und geizt nicht mit selbstironischen Kommentaren und lustigen Anekdoten. Als OK-Präsident des Zentralschweizerischen Jodlerfestes in der March tritt zunächst Landammann des Kantons Schwyz, Walter Stählin, ans Rednerpult. „Diese Fahne ist Zeichen für Verbundenheit, Freundschaft und Kameradschaft. Mit Freude geben wir sie in sehr gute Hände weiter“, richtet Stählin sein Grusswort an die Gäste. Dem Reidener OK dankt er für die Arbeiten und lobt die gute Organisation. Gebannt schaut das Publikum zu, wie die Verbandsfahne feierlich übergeben wird.

Guido Graf, Regierungpräsident des Kantons Luzern überbrachte beste Grüsse von der Luzerner Regierung. „Das Jodlerbrauchtum schenkt Glücksgefühle. Ein Jodlerfest trägt viel zur Gesundheitsprävention bei“, schmunzelte der Gesundheitsdirektor. Ein Höhepunkt des Festakts war der „Talk“ mit Richard Huwiler, Präsident ZSJV, Franz Stadelmann, Präsident des Jodlerclub Heimelig Reiden, und der Nachwuchsjodlerin und Gewinnerin des kleinen Prix Walo 2012, Corinne Renggli. So verriet etwa Franz Stadelmann das Erfolgsrezept des Jodlerclub Heimelig Reiden in Sachen Nachwuchsförderung: „Die Jungen rennen uns nicht gerade die Türen ein. Aber wir haben eine spezielle Taktik: Wir gehen jeweils bei den Neugeborenen in den Spitälern vorbei und tragen ihnen unsere Lieder vor.“ Anscheinend trägt die Taktik Früchte. „Bei uns Jungen im Entlebuch ist Jodeln wieder voll ‚in’. Meine Freunde finden es ‚cool, dass ich jodle“, erzählte die 16-jährige Corinne Renggli. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Chinderchörli Geuensee, und einem Vortrag der Alphornbläser Wiggertal und Fahnenschwinger Willihof. Der Jodlerclub Heimelig Reiden wartete mit einer Uraufführung auf. Mit „Es Fäscht för d’Jodlerhärze“ von Heinz Willisegger erfreute er die Gäste. Eine weitere Uraufführung, der „Wegere-Jutz“ von Franz Stadelmann aus Escholzmatt, wurde von der 200-köpfigen Hinterländer Jodlervereinigung vorgetragen. Das Lied wurde OK-Präsident Hans Luternauer vom Komponisten persönlich überreicht. „Dies wäre eine gute Gelegenheit die Sparte zu wechseln“, lachte der ehemalige Präsident des Eidgenössischen Blasmusikverbands Luternauer, „beim Naturjutz fällt ja zum Glück das Texte-Lernen weg“.

 

Niveau steigt erneut

Strahlende und vereinzelt auch enttäuschte Blicke erhoben sich am Sonntagmittag von der Klassierungsliste zu den Kameradinnen und Kameraden. „In der Sparte Jodelgesang ist das Niveau erneut gestiegen, um rund 8 Prozent“, bilanzierte Gesamt-Obmann für Jodelgesang, Franz-Markus Stadelmann. Auch bei den Fahnenschwingern und den Alphornbläsern kann eine Leistungssteigerung verzeichnet werden. „Diese Resultate bestätigen einmal mehr, dass sich die Zentralschweiz bezüglich Jodeln, Alphornblasen und Fahnenschwingen auf einem sehr hohen Niveau bewegt“, sagte ZSJV-Präsident Richard Huwiler, und zeigte sich ob der Leistungen erfreut. Er führe dies auch auf die Aus- und Weiterbildungen des Verbands zurück.

Mit dem Festumzug unter dem Motto „Härz, freu di!“, fand das Fest seinen krönenden Abschluss. Rund 25'000 Besucher bestaunten die 40 Nummern mit über 1000 Mitwirkenden, die einen vielseitigen Mix aus musikalischem, traditionellem und kulturellem Schaffen aus der Region präsentierten.

 

Text und Bilder: Joël von Moos